vom 27. Mai 2006

Ausflug zu den vierbeinigen Menschenrettern

Die Klasse 4c der Emil-Nolde-Schule Bargteheide hat mit ihrer Lehrerin Barbara Thomsen-Graw in Bad Oldesloe die Rettungshundestaffel des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) besucht. Lesen Sie auf dieser Seite die Erlebnisberichte der Jungen und Mädchen nach dem Besuch der Anlage in der Turmstraße.

Bargteheide/Bad Oldesloe / st -
Wir stehen vor einem alten Tor. Von der anderen Seite hören wir lautes Gebell. Julia Lorenz, erste Vorsitzende des ASB, öffnet uns die Tür. Hinter dem Tor laufen bellend zwei Hunde auf uns zu. Wir setzen uns auf einer großen, umzäunten Grasfläche auf Stühle. Julia Lorenz berichtet uns, was sie hier macht. Sie erzählt, dass sie hier Hunde ausbildet, die in Trümmern und Wäldern nach vermissten Menschen suchen. Und Maren Radmann zeigt uns mit einem Hund namens Schröder, wie sie die Tiere trainiert. „Helfen ist unsere Aufgabe". Auf Befehl zeigt uns Schröder sogar Kunststücke wie „Männchen" und „Pfote". Wir legen uns in Verstecke und Tyra, Schröders Mutter, sucht uns. Wenn sie einen von uns gefunden hat, bellt sie, bis die Trainer nachkommen und wir aufstehen. An diesem Vormittag wird unsere Angst vor Hunden verringert: Sie können im Notfall auch unsere Retter sein.

□ „Im Rettungshundezug der ASB war die Hölle los!", erzählte Johanna Lipp aus der 4c der Emil-Nolde-Schule in Bargteheide. Sie findet es sehr interessant, wie die Hunde allein mit ihrem Geruchssinn der stärker als der von Menschen ist, Vermisste finden und retten können. Die Ausbildung für so eine Suche dauert ein bis drei Jahre. Der ASB bildet Trümmer- und Flächenhunde aus. Es ist ein sehr anstrengendes Hobby, da auch viele Hilferufe nachts kommen. Julia Lorenz, Vorsitzende des ASB, zeigte den Kindern mit der Hilfe ihrer Hündin Pepper-Ann, wie sie die Hunde lehrt Menschenleben zu retten. Das Zeichen „Such und Hilf." bedeutet für die Hunde sich auf den Weg zu machen und Menschenleben zu retten. Zum Abschluss der Vorführung versteckten sich sechs Kinder, die die Hunde anschließend suchen mussten. Wer mehr über den ASB-Rettungshundezug erfahren, kann nachschauen im Internet er www.Rettungshundezug.de.

□ Julia Lorenz zeigt der Klasse 4c, was man mit Schnüffeln und Co. erreichen kann. Ihre selbst trainierten Hunde finden nämlich in sehr kurzer Zeit sechs Kinder der Klasse 4c in guten Verstecken. Diese Hunde gehören zum Rettungshundezug des ASB. Ein Hund, der Schröder heißt, zeigt was er kann. Er schafft es, in oder auf Gerüsten, einer Treppe öder einem Tunnel die Kinder zu beeindrucken. Wer mehr wissen möchte:
■ Kontaktadresse: Julia Lorenz Tel.: 0151/17331148 oder E-Mail unter: JuliaLorenz@aol.com

□ Schröder und seine vierbeinigen Kollegen: Schröder ist ein mehrfach geprüfter Flächen- und Trümmersuchhund. Er und seine Kollegen Tyra, Pepper-Anne, Billy und 14 andere Hunde helfen mit ihrem Geruchssinn, der viel Mal stärker ist als der der Menschen bei 12-15 Fällen im Jahr. Sie suchen Kinder, die vom Spielen nicht nach Hause gekommen sind, Menschen, die bei Gasexplosionen verschüttet wurden oder verwirrte und ältere Personen, die bei Spaziergängen nicht heimgekehrt sind. Wenn Feuerwehr und an-de erfolglos die Suche aufgegeben haben, wird der ASB Hundezug oft erst aktiviert, dabei ist das Team immer auch an Feiertagen oder mitten in der Nacht einsatzbereit. Neue Mitglieder sind in der Rettungshundestaffel des ASB immer willkommen.
Ein Hund, der ausgebildet werden soll, sollte „wesensfest" sein und eine gute Bindung zum Hundeführer haben. „Ängstliche und aggressive Hunde sind schwer auszubilden", erklärt Julia Lorenz, e 1. Vorsitzende. Wer den Rettungshundezug finanziell unterstützen will, kann seinen Betrag auf das folgende Konto überwiesen: „ASB RV Stormarn / Segeberg, Sparkasse Stormarn, BLZ 23051610, Konto-Nummer 180000201" zweckgebunden an den Rettungshundezug Ortsgruppe Bad Oldesloe. „Spenden sind gern gesehen", sagt Trainerin Maren Radmann lachend.

□ Karin Behrens besuchte mit der Klasse 4c der Emil-Nolde-Schule Bargteheide und Bruno, ein fünf Jahre alter Komondor-Labrador-Golden Retriever-Mix das Altersheim Malepartus. Der Hund bringt Abwechslung in den Alltag für die Bewohner. Da der Hund so ein weiches Fell hat, mögen sie ihn gerne streicheln.