vom 16.12.2006

Emil-Nolde-Schule will erfolgreichen Schulabschluss und fundierte Berufsfähigkeit vermitteln

Ein kleines blaues Heft als Fahrplan für Berufsausbildung und das spätere Leben

Bargteheide (mr). Ein blaues Heft im A-5 -Format wird für die Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf und sechs der Emil-Nolde-Schule so etwas wie ein Fahrplan für die Zukunft. „Berufsvorbereitung - Dokumentation" steht auf dem Deckblatt und auf den Innenseiten werden - fast so wie in den alten Gesellenbüchern - die einzelnen Stationen auf dem Weg bis zum Schulabschluss dokumentiert. Die Emil-Nolde-Schule hat in dieser Woche als erste Hauptschule im Kreis Stormarn diese Hefte eingeführt - als Teil des landesweiten Programms „Startpunkt Schule".

„Natürlich haben auch Hauptschüler Chancen auf Ausbildungsplätze", sagt Schulleiter Hein-Dirk Stünitz und betont dies nicht ohne Stolz. Ein entscheidender Punkt sei natürlich die Berufsvorbereitung im Unterricht - und das Berufspraktikum. „Zum Glück haben wir keine Probleme, Praktikantenplätze bei den Firmen zu bekom men und es ist mehr als einmal vorgekommen, dass Schüler dann auch tatsächlich in diesen Betrieben ihre Ausbildung absolviert haben", sagt Stünitz.

Das kleine blaue Heftchen, das auch an die siebenten bis neunten Klassen verteilt wird, soll die Chancen auf Praktikum und Ausbildungsplatz noch erhöhen. „Die Betriebe sehen, dass sich die Schüler ernsthaft auf die berufliche Ausbildung vorbereitet haben und für die Schüler ist diese Dokumentation zugleich auch Motivation."
Neben Teilnahmebescheinigungen - zum Beispiel am Projekt „Verbraucherverhalten" - enthält das Heft die einzelnen Stationen der Berufsvorbereitung der Emil-Nolde-Schule: Von den Lernkompetenztagen bis zur Praktikumsnachbereitung steht genau zu lesen, in welcher Klassenstufe und wie lange die einzelnen Stationen an der Reihe sind und dauern.

Zu den beliebtesten Unterrichtsstunden gehört das Projekt „Verbraucherverhalten": Dabei geht es nicht nur um den einkauf im Supermarkt, die Schüler müssen sich anhand einer fiktiven Wohnungsskizze und dem - ebenfalls fiktiven - Einkommen ihre künftige erste eigene Wohnung einrichten. „Dann fahren wir in ein Möbelhaus, das ist eine gute Vorbereitung auf das spätere Leben", sagt Stünitz. Und: Beim Projekt „Schüler beraten Schüler" werden die Erfahrungen aus dem Berufspraktikum an die nächste Generation weitergegeben.