vom 7. November 2001

Lehrer-Schulung

Computer-Fortbildung in den Ferien

Bargteheide (bm). Alle Schüler in Schleswig-Holstein genießen zur Zeit ihre Herbstferien. Und auch alle Lehrer. Alle Lehrer? Nein - eine kleine Gruppe von Unentwegten saß in der vergangenen Woche insgesamt 40 Stunden lang von morgens bis spätnachmittags in der Bargteheider Emil-Nolde-Schule und lernte den Umgang mit Computer-Programmen, die in vielen Schulen und in der Unterrichtsvorbereitung heutzutage eingesetzt werden.

18 Lehrkräfte von der „Schule am Bestetal" aus Sülfeld, vom „Kreisgymnasium" und der „Emil-Nolde-Schule" aus Bargteheide sowie dem „Emil-von-Behring-Gymnasium“ aus Großhansdorf nahmen unter der Leitung des „Master-Teachers" Christian Sielaff von den „Beruflichen Schulen Norderstedt" am Seminar „Intel D21 - Lehren für die Zukunft" teil. Ziel dieses Fortbildungsprogramms, das unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Kultusministerkonferenz Deutschlands steht, ist die Integration von Computern und neuen Medien in den Unterricht, um so die Lernergebnisse der Schülerinnen und Schüler zu steigern. Daneben sollen die Lehrkräfte ihre Unterrichtsvorbereitung effektiver und professioneller gestalten können. Innerhalb von drei Jahren werden in ganz Deutschland mehr als 120.000 Lehrkräfte von der Grundschule bis zum Gymnasium im Rahmen dieser Fortbildungsmaßnahme geschult. Mit Hilfe der Microsoft-Programme „Word“, „Excel", „PhotoDraw“ sowie der „Mediator"-Software zum Erstellen von Lernprogrammen werden Möglichkeiten zur Realisierung konkreter Unterrichtsinhalte und der effektiven Nutzung der neuen Technologien aufgezeigt. Auch die Einbeziehung des Internets in den Unterricht und dessen Vorbereitung sowie die rechtlichen Aspekte der Internetnutzung sind Themen des Seminars. Zum Abschluss der Fortbildung und zum Erhalt eines Zertifikats müssen die Teilnehmer eigenständig erarbeitetes Unterrichtsprojekt abliefern.
Es waren die Lehrerinnen und Lehrer selbst, die sich für den außergewöhnlichen Fortbildungstermin in den Herbstferien entschieden haben. Um Unterrichtsausfälle nach Möglichkeit zu vermeiden, finden mittlerweile viele Fortbildungsveranstaltungen an Nachmittagen statt. Dies bedeutet für die Teilnehmer in einem Flächenland wie Schleswig-Holstein einen nicht unbeträchtlichen Aufwand an Zeit und Geld. So kam man ausnahmsweise für diese Veranstaltung auf die Idee, das Seminar nicht über einen Zeitraum von 20 Nachmittagen zu strecken, sondern auf vier Tage zu konzentrieren.