vom 22. September 2006

 

Emil-Nolde-Schule bietet kostenloses Frühstück

Bargteheide: Für das Projekt gibt es Geld vom Bund. Weitere Bildungsstätten werden Mensen einrichten. Im November ist Spatenstich für Anbau an der Anne-Frank-Schule.

Von Jens Peter Meier

Bargteheide -

"Das Schulfrühstück ist der Renner", sagt Ute Sauerwein-Weber (44) vom Bargteheider Jugendarbeitsteam. Bis zu 35 Kinder machen bereits von diesem neuen Angebot an der Emil-Nolde-Schule Gebrauch. "Viele Schüler gehen heute ohne Frühstück aus dem Haus", ist ihre Erfahrung, "sie schaffen es einfach nicht mehr." Der Hunger werde immer häufiger durch einen Schokoriegel gestillt.

Zubereitet wird das Frühstück von älteren Schülern im Haushaltsunterricht. Es wird kostenlos ausgegeben. "Wir können es bisher aus den Einnahmen eines Sponsorenlaufs finanzieren", sagt Schulleiter Hein-Dirk Stünitz (58). Das offene Frühstück wird in der Zeit von 7.30 bis 8.45 im Foyer der Schule ausgegeben.

Für das Angebot wurde in einem Nebenraum eine kleine Küche eingerichtet. Sie ist das erste Projekt in Bargteheide, das zum größten Teil mit Bundesmitteln aus dem Projekt Bildung und Betreuung finanziert wurde. Der Bund trägt 90 Prozent der Kosten in Höhe von 24 700 Euro.

Ende November ist der erste Spatenstich für eine weitaus höhere Investition geplant. In einem Anbau an die Anne-Frank-Schule soll ein Forum entstehen. Es wird formal der Gesamtschule zugeordnet, soll aber von allen Schulen genutzt werden. Auch hier trägt der Bund 90 Prozent der Baukosten, die auf insgesamt 1,25 Millionen Euro veranschlagt wurden.

Weitere Projekte werden schon geplant. So soll es wie bereits jetzt im Schulzentrum auch an der Carl-Orff-Schule ein Mittagessen geben. Hier ist der Bau einer Mensa vorgesehen. In der Albert-Schweitzer-Schule gibt es einen provisorisch organisierten Mittagstisch. 2007 soll dafür ein Pavillon gebaut werden. Dafür sind jeweils 195 000 Euro veranschlagt, den Löwenanteil trägt ebenfalls der Bund. Der Kreis hat beiden Vorhaben hohe Priorität eingeräumt, Ende des Jahres soll die endgültige Entscheidung in Kiel fallen.