vom 30. Juni 2006

Wenn Steine Geschichten erzählen

Bargteheide/st - „Glaubt ihr, dass Steine Geschichten erzählen können?" Wir, die Schüler und Schülerinnen der Klasse 3c aus der Emil-Nolde-Schule in Bargteheide haben es so erlebt, als wir vor kurzem einen Besuch auf dem Friedhof gemacht haben.

Aus den Namen, Daten, Verzierungen und Symbolen auf den Grabsteinen konnten wir vieles über die Verstorbenen erfahren. Wann und wo die Verstorbenen geboren wurden, wie alt die Menschen geworden sind, welchen Beruf sie hatten und manchmal auch, welche Dinge sie besonders gern mochten. Herr Passow, ein Friedhofsmitarbeiter, führte uns Herum und erklärte uns, was man aus den Inschriften lesen kann.

Ein Grabstein erinnerte an ein junges Mädchen, das bei einem tragischen Reitunfall ums Leben kam. Ein anderer Stein zeigte die Namen von zwei Frauen, Mutter und Tochter, die bei einem Unfall gleichzeitig verstarben.

In manche Grabsteine waren Zeichen eingemeißelt, die uns zeigten, welchen Beruf der Verstorbene hatte, zum Beispiel Ähren für Landwirte oder Zirkel, Hobel und Lineal für einen Tischler. Schließlich war noch ein Grabstein zu bewundern, der bereits im vorletzten Jahrhundert, nämlich 1884 aufgestellt wurde. Es war der erste und älteste Stein auf diesem Friedhof. Auch Grabstätten von Kleinkindern und Babys haben wir gesehen.

Viele Gräber waren sehr liebevoll gepflegt. Das hat uns, der Klasse 3c, gezeigt, dass, die Verstorbenen in den Gedanken der Lebenden sind.

Klasse 3c, Emil-Nolde-Schule Bargteheide